Informationen für Patienten aus der SchweizInformation for English patients

Klinik Sonneneck

Interview mit Sibylla Wilcke

Auf dem Weg nach innen

Autorin und Coach für Lebens-Logik Sibylla Wilcke im Interview

Sibylla Wilcke gründete 1986 das Institut für Personal- und Persönlichkeitsentwicklung PPR Kolleg in Karlsruhe, welches sie bis 2011 leitete.  Während eines längeren Genesungsprozesses, in welchem sie unter anderem Patientin der Fachklinik Sonneneck gewesen ist, entstand ihr vorliegendes Buch.

Sonneneck: Frau Wilcke, Sie erwähnen die Fachklinik Sonneneck in der Widmung Ihres Buches „zarte selbst-berührung – texte auf dem weg nach innen“ und bezeichnen sie dort als „Heimat“ beziehungsweise, dass die Menschen der Fachklinik Sonneneck lange Heimat für Sie bedeutet haben. Wie kam es dazu?

Wilcke: Es kam dazu, weil mir die Menschen, die mich da begleitet haben, immer mehr vertraut wurden. Ich habe mich aufgehoben gefühlt. Ich konnte dort meinen Weg gehen in eine Veränderung hinein. Mit meiner schweren Krankheit und entsprechender psychischer Belastung habe ich mich in dieser Klinik sehr verstanden gefühlt und hatte dort die Möglichkeit, viele Veränderungen für mich vorzunehmen, vieles über mich selber zu erfahren. Und das bedingt natürlich auch, dass ich ein großes Vertrauen fassen konnte, nicht nur zu den Therapeuten und dem Pflegepersonal, sondern auch zu allen anderen Mitarbeitern. Ich habe mich fallen lassen können und mich fast mehr noch als in der Familie verbunden gefühlt.

Sonneneck: Das ist ein sehr schönes Kompliment! So schreiben Sie auch in Ihrer Widmung, dass eben die Menschen der Fachklinik Sonneneck sie so liebevoll „auf den Weg zu sich“ und „in das Leben“ begleitet haben. Wie verlief dieser Prozess?

Wilcke: Als ich in die Klinik kam, war ich unglaublich schwach und bedürftig. Ich habe schnell gemerkt, dass ich hier über mich reden konnte, dass ich geführt wurde, zu mir, zu meinen Problemen, zu dem, was zu verändern anstand. Es war für mich sehr schwierig am Anfang, dass ich mir, wenn es mir schlecht ging, Unterstützung hole. Ich war es nicht mehr gewöhnt, mich zu mir zu äußern. Mich wichtig zu nehmen. Um Hilfe zu bitten. Und das ist mir in dieser Klinik mit den Menschen zuteil geworden.

Sonneneck: Man hat Ihnen sozusagen gezeigt, dass Sie auf sich hören müssen.

Wilcke: Ja, und dass ich mich wichtig nehmen darf. Das war ein ganz elementares Lernen für mich. Und das war nicht zuletzt ein wichtiger Teil meiner Therapie dort: zu merken, dass ich mich über mich äußern darf, über mich sprechen.

Sonneneck: Sind Sie jetzt „bei sich“ und „im Leben“ angekommen? Was hat Ihnen dabei geholfen?

Wilcke: Meine früheren Muster waren andere zu unterstützen, zu fördern, mich hinten anzustellen. Plötzlich habe ich in der Klinik bemerkt, dass mir ein Interesse entgegen kommt an mir und ich habe gemerkt, dass ich eigentlich auch selber Interesse an mir haben müsste: mich zu spüren, mich wahrzunehmen. Mir meiner Stärken, Potenziale bewusst zu werden. Oder mich der Frage zu stellen: Wer bin ich überhaupt? Ich bin mir da so nahe gekommen wie in meinem Leben vorher überhaupt noch nicht.

Sonneneck: Ich lese Ihre Gedichte wie eine Begleitung Ihres Genesungsprozesses, wie ein Zuhörer, der neben Ihnen hergeht, während Sie Ihre derzeitige Verfassung festhalten, diese hinterfragen, nach vorn oder nach hinten blicken. Was war IHRE Intention?

Wilcke: Ich habe früher schon geschrieben, aber die Art, mich zu äußern war anders.

Sonneneck: Die Art und Weise zu schreiben hat sich also verändert, sozusagen Ihr Blickwinkel?

Wilcke: All die Themen, die ich da beschreibe, sind mir erst durch diesen Prozess zuteil geworden.  Überhaupt mal den Blick zu wenden auf das, was ich so wahrgenommen habe im Leben. Aus dem Erleiden heraus zu schreiben mit der Perspektive, dass sich jetzt vieles verändern kann. Das macht dieses Buch für mich so wichtig, dass ich nicht mehr im Leid verharre oder im Dilemma, sondern dass ich Wege da rausfinden und das auch festhalten konnte.

Sonneneck: Das liest man auch heraus: eine Begleitung, ein Vor- und Zurückblicken, ein Attestieren, ein Festhalten, aber kein Verharren, mal ein Schritt nach vorn, dann zwei zurück, aber wieder drei voraus. Deswegen finde ich die Texte auch mutig, allein weil Sie anderen Mut machen. Wollen Sie den Lesern helfen, sich ebenfalls auf den Weg zu „sich selbst“ zu machen?

Wilcke: Ich habe sehr viel Rückmeldung bekommen und ich glaube, es geht darum, dass sich viele darin wiederfinden, dass viele auf dem gleichen Weg sind, auf ihre Weise. Mir war gar nicht so klar, dass mir gelungen ist, etwas zu beschreiben, was viele Menschen betrifft. Und mir ist klar geworden, dass es die Verbindung zu dem eigenen Erleben braucht, um das, was ich geschrieben habe, nachvollziehen zu können. Eine Mitpatientin meinte, mein Buch sei schon eine Therapie. Eine andere sagte mir, dass sie das, was ich geschrieben habe, für ihren eigenen Weg sehr tröstlich findet.

Sonneneck: Was gilt es Ihrer Meinung nach dabei zu berücksichtigen, sich „auf den Weg“ zu machen? WIE macht man sich auf den Weg?

Wilcke: Indem man innerlich absolut bereit ist, überhaupt einen Veränderungsweg zu beschreiten, nötigenfalls auch Konsequenzen zu ziehen, was mir in dieser Zeit mehr und mehr bewusst geworden ist. Und ich möchte ganz stark betonen, dass es den Willen zur Veränderung braucht. Eine Intention, dieses Buch zu machen, war, Mut zur Auseinandersetzung mit sich selbst zu machen und zu zeigen, dass Veränderung not-wendend ist. Und dabei auch den Weg, die Schritte aufzuzeigen, wie man in die Veränderung hineinwächst. Es gehört Disziplin dazu, sich ehrlich mit sich selbst einzulassen und nicht zu hoffen, dass die Therapeuten einem schon die Veränderungen vermitteln werden oder diese gar herbeiführen.

Sonneneck: Es reicht also nicht nur das Werkzeug, welches man an die Hand gelegt bekommt, sondern man muss auch selbst Hand anlegen?

Wilcke: Vor allen Dingen, ja! Zu Anfang war ich noch nicht fähig, meine Muster zu erkennen, geschweige denn, das daraus resultierende Verhalten zu ändern. Ich habe erst mit der Zeit begriffen, wo ich bei mir die Veränderungen ansetzen muss, damit auch die Therapie erfolgreich sein kann. Das ist unabdingbar: ich muss mich verändern wollen. Dann greift Therapie.

Sonneneck: Eines Ihrer Gedichte beschreibt den Beginn Ihres Heilungsweges, indem Sie angefangen haben, „Beschädigung als Lebensaufgabe zu respektieren“. Wie definieren Sie „Beschädigung“?

Wilcke: Wir hatten früher einen Wasserkessel, der mit der Zeit Beulen bekam. Er wurde aber nicht entsorgt, denn er tat ja auch mit den Beulen seinen Dienst. Und wir liebten diesen beschädigten Wasserkessel. Er gehörte zur Familie. Das sind Beschädigungen. „Beschädigungen“ habe ich bewusst gewählt und nicht „Verletzung“, weil Beschädigung erhalten bleibt. Es gibt keine definitive Heilung für das, was einem im Leben widerfährt. Wir kommen nicht daran vorbei, dass wir beschädigt werden. Die Frage ist irgendwann, ob wir in diesen Beschädigungen verhaftet bleiben oder ob wir sie als Kraft in uns entwickeln.

Sonneneck: Als Motor sozusagen, als Antrieb?

Wilcke: Ja. Es wird trotzdem weitergehen im Leben. Wir können diese Beschädigungen annehmen, sie können uns so viel lehren. Sie nicht wahrhaben bzw. verhindern zu wollen habe ich praktiziert, indem ich versuchte, zu kompensieren, wegzudrücken, zu negieren. Ich hatte seit langer Zeit kaum noch etwas aus meiner Kindheit erinnert, vor allem das, was ich an Schlimmem erfahren musste. Das kam während des Prozesses dann zu Tage und ich konnte das mehr und mehr annehmen. So kann ich heute sagen, dass sowohl die Menschen in meinem Leben wie auch ich stets das Bestmögliche getan haben. Das verändert die Perspektive dahingehend, dass mein Leben gut so war, wie es war, egal was gewesen ist. Das ist ein ganz wesentlicher Aspekt der Heilung.

Sonneneck: Die Akzeptanz der „Beschädigung“ gehört somit zu einer Aufgabe des Lebens, weil sie nicht zu negieren ist. Damit wird sie aber nicht zur Lebensaufgabe.

Wilcke: Seit ich Beschädigung als Aufgabe verstehe, fühle ich mich gar nicht mehr so beschädigt. Das ist ein ganz interessanter Umkehrschluss. Das hat mich viel sensibler gemacht für mich, für mein Leben und mein Umfeld. Ich kann unterscheiden, wo mein Ego das Sagen hat und wie ich mich in meiner „Lebens-Echtheit“, meiner authentischen Ursprünglichkeit zeigen kann. Ich gehe anders auf mein Umfeld zu. Und weil ich mich selbst besser begreife und annehme, kann ich auch mein Umfeld sensibler wahrnehmen. Und ich verhalte  mich authentischer im Zusammensein mit anderen. Muss mich nicht mehr verbiegen, so wie früher. Es gibt eigentlich kaum noch Menschen, die sich mir gegenüber ablehnend zeigen. Und wenn, dann kann ich eher erkennen, ob da eine Ablehnung aus meinem Verhalten entspringt oder ob ich da etwas auf mich beziehe, was nichts mit mir zu tun hat. Ich fühle mich gelassener gegenüber meinem Umfeld. Ich bin frei.

Sonneneck: Das habe ich auch in einem Ihrer Gedichte gelesen: „Und fernab von mir selber einfach zu mir stehen“. Es ist der Blick auf sich selbst, ohne nur aus sich heraus zu schauen. Ist das eine Form von Reflexion, die man gelernt hat durch einen Prozess, den man erst hat durchlaufen müssen?

Wilcke: Ja, das ist sicher so. Ich kann mich auch in meinen Schwächen akzeptieren und zeigen. Dann kommt etwas zustande, was Vertrauen zulässt. Ich verstehe andere Menschen mit ihren Problemen. Ich verstehe mich selber. Ich habe gelernt, dass alles, was mich ausmacht, ich auch zeigen kann. Ich muss mir keine Maske mehr aufsetzen, keine Rolle mehr spielen, ich kann einfach ich sein. Und das tue ich. Und das gibt anderen die Möglichkeit, dass sie auch so sein können. Mich selber besser wahrnehmen zu können, war ein Lernprozess auch mit den Mitpatienten in der Klinik.

Sonneneck: Zeit ist etwas, was für Sie eine sehr große Rolle gespielt hat. Inwiefern?

Wilcke: Ich hatte rein zeitlich die Möglichkeit, mich auf diesen tiefen Selbstfindungs-Prozess einzulassen und der hat wirklich Zeit gebraucht. Ich hätte das nicht innerhalb von ein paar Wochen machen können, so einen Veränderungsprozess mit mir selbst zu durchleben. Ich hätte niemals dieses Buch schreiben können. Das, was ich über viele, viele Jahre an Mustern mir angeeignet habe, um durchs Leben zu kommen, um auch diese Beschädigungen aushalten zu können. Das brauchte Zeit, um es zu erkennen, zu verändern und dadurch zu mir selber zu finden. Herauszufinden: Wer bin ich überhaupt?

Sonneneck: Mit Zeit bewusst umzugehen, ist uns ein Anliegen. Oftmals muss bei dem einen oder anderen  ein Umdenken in Sachen Zeit einsetzen, um diese als Prozess, als Dimension wahrzunehmen, um dann erst etwas umsetzen zu können. Manche, die in der Klinik ankommen, müssen erst einmal lernen, Zeit zuzulassen.

Wilcke: Ich habe lange gebraucht, um die Sicherheit zu haben, mich überhaupt einzulassen, ohne den Druck, an etwas „arbeiten“ zu müssen: „Einlassen-können“ mit der Gewissheit, einen beschützenden und fördernden Rahmen zu haben, um meine Schritte gehen zu können, wie auch immer diese aussehen. Und nicht zu fürchten: Ich muss schon bald wieder weg und bis dahin etwas „erreicht“ haben. In diesem Veränderungs-Prozess geht es darum, dass wir nix erreichen müssen, dass wir etwas lassen können. Sich entwickeln lassen können.

Sonneneck: Haben Sie das in Ihrem Alltag in der Klinik erlebt: das „sich lassen“ und das „Zeit lassen“?

Wilcke: Ja, indem ich von Woche zu Woche erleben und erfahren konnte, da bewegt sich was, doch ich muss nichts forcieren. In der ersten Zeit habe ich immer gedacht, ich muss mich vorbereiten auf die Therapiesitzungen, auf die psychologischen Gespräche.

Sonneneck: Wieso?

Wilcke: Ich dachte, ich muss ein Thema haben, an dem ich arbeite, und da muss dann ein Ergebnis kommen. Ich habe mir einen wahnsinnigen Druck damit gemacht. Und irgendwann hab ich gedacht, dass ich so nicht wirklich an mich, zu mir, komme.

Sonneneck: Wie haben Sie das erkannt?

Wilcke: Durch den Druck.

Sonneneck: Ist der Druck zu groß geworden, bei Ihnen selbst?

Wilcke: Ja, doch mit der Zeit habe ich gemerkt, die Themen entwickeln sich, indem ich auf dem Stuhl sitze und mir gegenüber ein Therapeut. Plötzlich kommt eine Interaktion zustande und das passiert ganz von alleine. Da ist eine Instanz in mir, die sich äußert, nicht mehr mein Kopf und mein Ego und nicht mehr mit einer künstlichen Zielorientierung. Da kommt was ganz anderes aus mir raus. Da fängt meine Seele an zu sprechen. Das war ein ganz wesentliches Ereignis. Ich habe gemerkt: ich muss nichts. Ich kann es auf mich zukommen lassen. Und die anderen Therapien, die Körpertherapien, haben das noch enorm unterstützt, diesen Druck von mir zu nehmen. Auch die Gespräche, die ich mit den anderen Therapeuten hatte. Manchmal war auch einfach nur „nichts“ und es war in Ordnung.

Sonneneck: Das bedeutet, dass Sie es nicht als zielgerichtet empfunden hatten?

Wilcke: Es passierte etwas auf einer anderen Ebene und das hab ich erst im Lauf der Zeit begriffen. Etwas, das über das reine Wollen, Denken und Tun hinausgeht. Ich habe in der Klinik gelernt, dass ich manchmal einfach nur stundenlang aus dem Fenster in diese wunderschöne Natur schaue. Das war für mich etwas ganz, ganz Elementares: Mich auszuhalten, ohne etwas zu tun. Das war manchmal ganz schön schwer.

Sonneneck: Aber es hat zu einem Erleben geführt.

Wilcke: Meine Sinne mit viel Zeit auf die Natur, den wunderschönen Wald zu richten, durch den ich so viel gelaufen bin: das war für mich ebenfalls eine phantastische Therapie. Das hat mir geholfen meine Sinne für mich selber zu schärfen und diese enorme Verlangsamung, die dann im Laufe der Therapie geschieht, zu akzeptieren. Manchmal einfach nur zu sein, nichts mehr tun zu müssen. Sein zu dürfen. Ich sein dürfen. Das wäre auch ein Apell, mal zu spüren, wie es ist, einfach nur zu sein.

Sonneneck: Es ist unsere Auffassung, jeden so anzunehmen, wie er ist. Weswegen wir auch keinerlei Therapien oder Pläne nach vorgefertigten Mustern verwenden, sondern diese wirklich individuell auf jede einzelne Person, so wie sie zu uns kommt, zugeschnitten werden. Damit den Bedürfnissen, die zu diesem Zeitpunkt gerade benötigt werden, entsprochen werden kann.

Wilcke: Ich habe mal gelesen, dass wir keine „human doings“ sondern „human beings“ sind. Und das haben wir eigentlich völlig aus den Augen verloren. Im Sonneneck habe ich gelernt, einfach nur zu sein. Letzen Endes geht es darum, dass wir durch das Sein wieder wissen, wer wir überhaupt sind. Und das wieder üben zu können, einfach nur sich auszuhalten. Irgendwann ist es kein Aushalten mehr, sondern plötzlich ist es ein Glücksgefühl, dass wir sind. So ist es mir gegangen. Auch die Ängste und Schmerzen, die ich hatte, die ja immer noch da sind, sie haben eine andere Dimension bekommen. Sie sind nicht mehr bedrohlich, denn ich habe zu einer Stärke gefunden, dass ich damit leben kann.

Sonneneck: Gibt es einen wesentlichen Aspekt, der Ihnen besonders geholfen hat? Der für Sie ganz ausschlaggebend war?

Wilcke: Mit Sicherheit war das diese unglaubliche Zuwendung, die mir dort zuteil geworden ist. Dieses völlige Annehmen, mit allen meinen Bruchstellen, die ich da mitgebracht hatte. Und diese Zuwendung war – ich möchte fast sagen - der „Klebstoff“, dass diese Bruchstellen, die nicht mehr weggehen werden, aber  … (zögert).

Sonneneck: … wieder heil geworden sind?

Wilcke: Ja, wie Nähte nach Operationen. Es ist vernarbt. Ich bin damit ganz geworden und nicht mehr Stückwerk. Ich bin so voller Dankbarkeit für all das. Für alles. Auch für Mitpatienten, denen ich dort begegnen durfte. Es war so eine schöne und unterstützende Verbundenheit, dass wir da unsere ganz eigenen Wege in einem Miteinander gehen konnten. Gemeinschaft ist überhaupt etwas so Wichtiges. Wohlwollende Gemeinschaft. Das war das, was ich am bemerkenswertesten fand in meiner Klinik-Zeit.

Sonneneck: Ich lese aus Ihrem Buch heraus, wie Sie sich selbst sortiert haben. Wie Sie angefangen haben - wie Sie zu mir mal sagten  - „sich von den vielen Geschichten zu befreien, die man im Laufe seines Lebens auf getürmt hat, sie aufzuräumen“, bis man dann an das Wesentliche gekommen ist.

Wilcke: Ja, ich fühle mich jetzt „wesentlich“ mit mir. Ich fühle mich mit dem Leben – sagen wir mal – organisch. Es war ein ganz unglaubliches Gefühl, zu wissen, es ist für jetzt etwas in mir vollendet und jetzt kann ich in etwas Neues hineingehen. Ich weiß, dass jetzt nochmal ein neuer Weg für mich beginnt. Das ist großartig! Das ist das Schönste, was ich all den Menschen in dieser Klinik sagen kann: Ihr habt mir geholfen, dass ich nochmal Lust bekommen habe auf Leben, und Lust auf mich selber und auf Gemeinschaft mit anderen. Danke! Und das wünsche ich auch von ganzem Herzen den Menschen, die in diese Klinik gehen. Ich kann nur sagen, ihr seid hier gut aufgehoben und begleitet!

 

Das Gespräch führte Judith Furrer am 22. November 2017 in Badenweiler.

Sibylla Wilckes Buch „zarte selbst-berührung – texte auf dem weg nach innen“ ist im Buchhandel erhältlich oder hier über den Verlag tredition GmbH.

Beratung

Haben Sie Fragen zum Aufenthalt im Sonneneck? Wir beraten Sie gerne ausführlich und versorgen Sie mit allen wichtigen Informationen.

Wir sind täglich, auch sonn- und feiertags, von 8 bis 22 Uhr für Sie da:

Telefonkontakt für Patienten:
+49 · 7632 · 752 · 400

Telefonkontakt für Zuweiser:
+49 · 7632 · 752 · 0

info@sonneneck-fachklinik.de

Bitte bewerten Sie uns:

    

Bitte folgen Sie uns:  

 
Im Mittelpunkt steht der Mensch.

Wilhelmstraße 6
79410 Badenweiler

Fon +49 · 7632 · 752 · 400
Fax +49 · 7632 · 752 · 499

eMail info@sonneneck-fachklinik.de

 

schnellanfrage