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Achtsamkeit

Achtsamkeit ist keine technische Methodik sondern vielmehr eine innere Haltung. Es ist das gezielte Lenken unserer Aufmerksamkeit ins Hier und Jetzt. Diese unmittelbare Gegenwärtigkeit und Präsenz ist Ausdruck der Natur unseres Geistes, wenn er nicht in Bewertungen und Konzepte verstrickt ist.

Achtsamkeitsbasierte Methoden haben mittlerweile einen festen Stellenwert im Rahmen der Behandlung und Rezidivprophylaxe im Bereich psychischer Erkrankungen. Sie fördern die Selbstwahrnehmung und Selbstregulationsfähigkeit des Patienten als wesentliche Wirkfaktoren psychischer Gesundung. Die Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) nach Jon Kabat-Zinn hat sich als wirksames Verfahren nicht nur in der Stressprävention, sondern bei einer Vielzahl körperlicher und psychosomatischer Erkrankungen bewährt. Das daraus abgeleitete Verfahren Mindfulness-Based Cognitive Therapy (MBCT), das von Profs. Williams, Teasdale und Segal zur Rezidivprophylaxe depressiver Störungen entwickelt wurde, ist inzwischen in die nationale Versorgungsleitlinie depressiver Störungen aufgenommen worden.

In unserer Fachklinik bieten wir MBCT in einer selbst entwickelten, für den stationären Rahmen adaptierten und erfolgreich erprobten Form an. Zusätzlich kommen Elemente aus MBSR und dem  Mindful Self-Compassion Programm (MSC) nach Germer und Neff und dem Training „positive Neuroplastizität“ (PN) nach Hanson in unseren Gruppentherapien zur Anwendung.

Wichtiges Ziel ist es, nach dem stationären Behandlungszeitraum im häuslichen, familiären, psychosozialen Rahmen bzw. in der Arbeitssituation möglichst mit ambulanter fachtherapeutischer Hilfe die Behandlungsergebnisse zur Stabilisierung und zum Erhalt fortzusetzen. Auch die Motivationsbildung auf dieses Ziel hin sollte Teil der neuen Lebenseinstellung sein und werden. Es wird ein guter und naher Kontakt zu den zuweisenden Ärzten angestrebt.

Autogenes Training

Das Autogene Training nach Schultz ist eine wirksame Methode, um sich selbst mittels Autosuggestion in einen tieferen Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand zu bringen.

Gleichzeitig kann das autogene Training als Selbsthypnose aufgefasst werden, denn beim Training versetzt sich der Übende selbst durch Autosuggestion in den „umgeschalteten“ Zustand. Unter Umschaltung versteht Schultz den Wechsel vom normalen Wachzustand in einen veränderten, hypnotischen Bewusstseinszustand. Diese Umschaltung wird – außer vor dem Schlafengehen – nach jedem Training wieder aufgehoben.

In einer therapeutisch angeleiteten Übung werden Sie über ihre Vorstellungskraft so geführt, dass Sie sich mehr und mehr entspannen können, um später die Übungen selbst durchzuführen.

Die eigene Vorstellungskraft von Schwere und Wärme kann eine tiefe Entspannung des gesamten Körpers bewirken.

Autogenes Training kann bei Ängsten und nervösen Störungen helfen, Schlafstörungen lindern oder psychosomatische Krankheitssymptome mildern.

Progressive Muskelentspannung

Bei der Progressiven Muskelentspannung nach Edmund Jakobson handelt es sich um eine Entspannungstechnik, bei der durch die willentliche und bewusste An- und Entspannung bestimmter Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung des gesamten Körpers erreicht werden kann.

Dabei werden nacheinander bestimmte Muskelpartien zunächst angespannt, die Spannung des Muskels wird kurz gehalten und anschließend wieder entspannt.

Sie werden somit auf die Konzentration des Wechsels zwischen An- und Entspannung der Muskulatur geschult. Mit der Zeit lernen Sie, muskuläre Entspannung herbeizuführen.

Diese Methode wird oftmals im Rahmen einer Verhaltenstherapie eingesetzt. Aber auch bei Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schlafstörungen sowie Stress kann diese Entspannungsmethode sehr hilfreich sein.

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